BOLLIGEN

Seit fünf Jahrzehnten gilt: «All you need is Eisengasse»

Morgen Freitag feiert das Bolliger Oberstufenzentrum OZE mit einem «Isegass Fest» sein 50-Jahr-Jubiläum.

Fragt man ehemalige Lehrkräfte nach ihrer Meinung zum Oberstufenzentrum Eisengasse, äussern sie sich praktisch durchwegs positiv. Kritische Stimmen könnten jetzt behaupten, das liege nur am leicht verklärten Blick zurück, welcher alles Negative automatisch ausblende. «Nein», entgegnet unter anderen Ruedi Rychard. Der ehemalige Musik-, Deutsch- und Französischlehrer muss es wissen, denn er unterrichtete sage und schreibe 42 Jahre lang in der Eisengasse. «Ich jedenfalls erinnere mich an eine stets gut geführte Schule mit engagierten Schulleitern und einem tollen Kollegium.» Noch etwas anderes gefiel dem langjährigen Dirigenten des Orpheus Chors besonders. «Fast alle Lehrpersonen gingen in ihrer Freizeit noch einer anderen anspruchsvollen Tätigkeit nach.»

  

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Geschichte: 70 Jahre Bantiger Post

70 Jahre         

Wir freuen uns auf die Zukunft

Jede Woche neu – und immer noch die Alte

Im Zeitalter der Pressekonzentration und des Zeitungssterbens bietet das 70-jährige Bestehen der Bantiger Post «Lokalzeitung und Vereinsorgan mit amtlichen Publikationen für die Gemeinden Bolligen, Ittigen, Ostermundigen, Stettlen und Vechigen – Grossauflagen inkl. Worb und Krauchthal/Hettiswil» allemal Grund zur Freude. Deshalb: ein kräftiges «Happy Birthday» zum Geburtstag!

 

Liebe Leserin, lieber Leser

Seit genau 70 Jahren ist es der «Bantiger Post» eine Freude, Sie Woche für Woche mit interessanten Berichten aus den verschiedensten Lebensbereichen aus Ihrer nächsten Umgebung zu informieren.

Aus der Region – für das Worblental

Hatten beim Start der «Bantiger Post» im Jahre 1949 vorab die Bedürfnisse des lokalen und regionalen Gewerbes eine Rolle gespielt, avancierte die Zeitung im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Forum für die gesamte Bevölkerung. Die Gemeinden kündigen wichtige Bauvorhaben an und orientieren über die Finanzlage, die Kirchgemeinden laden zum Gottesdienst, die politischen Parteien markieren ihre Positionen und die Vereine machen ihre Anlässe, vom Wettkampf über das Sommerfest bis zum Lotto, bekannt. Daneben werben zahlreiche Firmen, zu einem erstaunlich grossen Teil  immer noch die gleichen wie vor 50 und mehr Jahren, für  ihre Produkte und Dienstleistungen.

Dieser Mix kommt bei der grossen Leserschaft – die «Bantiger Post» erscheint wöchentlich in einer Auflage von 23’762 und zwei Mal pro Monat mit der Grossauflage von 27’435 Exemplaren – ausgezeichnet an. Man vernimmt, wer im Grossen Gemeinderat von Ostermundigen für die neue Überbauung votiert hat und wer dagegen, man kann sich über das Angebot am Ittiger Dorfmärit informieren, man erfährt Spieldaten des FC, man liest die Voranzeige auf das Kirchenkonzert in Stettlen und man staunt, dass jetzt der Heiri aus Boll-Sinneringen auch schon seinen 80. feiern kann.

Zur Lektüre gehört selbstverständlich auch der Inseratenteil, welcher keineswegs bloss eine kommerzielle Bedeutung hat. In den Wohnungsinseraten sehen wir ein Stück weit unseren Lebensraum gespiegelt, in mancher Stellenausschreibung stossen wir auf einen vertrauten Firmennamen. Wir erfahren von Schwyzerörgelikursen für Anfänger, vom neusten Spezialangebot der Wüthrich-Metzgerei, von Nachhilfestunden in Französisch und vom entlaufenen Tigerli, erfinden vielleicht unsere eigenen Geschichten dazu.

Gerade dieses Kleinräumige, scheinbar Nebensächliche und Unwichtige ist es, das die Menschen anspricht. Im Zeitalter der grenzenlosen Kommunikation, Globalisierung und Fusionitis sind wir froh um Geschehnisse, die wir noch überblicken, begreifen und einordnen können, sind froh um festen Boden unter den Füssen. In diesem Sinne ist die «Bantiger Post» für viele Menschen nicht weniger als ein Stück Heimat. Auch heute gilt, was bereits in der Jubiläumsausgabe zum 25-jährigen Bestehen unserer Lokalzeitung geschrieben steht: «Die Bantiger Post ist ein Bestandteil des dörflichen Lebens, das niemand mehr missen möchte.

So wie das Erscheinungsbild der «Bantiger Post» im wesentlichen das gleiche geblieben ist, hat sich ihr «Charakter» kaum verändert. Ein klar definiertes und überschaubares Einzugsgebiet, die Nähe zu dessen Bewohnerinnen und Bewohner, die enorme Vielfalt des Angebots, die Einbindung aller sozialen Gruppierungen und politischen Kräfte sowie die Konstanz in der verlegerischen Ausrichtung: Dies sind die Gründe für den Erfolg und die Beliebtheit der «Bantiger Post». Der Verdienst der hinter ihr stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es, den Menschen zwischen Schosshaldenwald und Linden- und Worblental immer wieder Möglichkeiten zu bieten, sich mit ihrer Region und ihrem Wohn- und Lebensraum zu identifizieren, hier ihre Heimat zu finden.              -ga-

 

 

 

(Die Textauszüge von Erich Kobel, zum 5o-Jahr-Jubiläum, haben nichts an Aktualität eingebüsst)

 

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