
Gemeindepräsident Rudolf Burger und Justin Melliger vom Cejubo-Leitungsteam üben schon mal für das «Töggeli-Turnier» vom kommenden Samstag…
«Töggelen» für einen guten ZweckAm 11. Juni ist Anpfiff zu Fussball-WM. Ein anderer Kick-off findet bereits am kommenden Samstag statt. «Anstoss zum Ausgleich» lautet der Titel der nationalen Benefiz-Kampagne, bei der es um «Fairplay für Afrika» geht. In Bolligen organisiert die Cevi-Jungschar (Cejubo) aus diesem Anlass ein grosses Benefiz-Töggeli-Turnier im Dorfmärit.
eps. Die Kampagne «Anstoss zum Ausgleich – Fairplay für Afrika» steht unter dem Patronat zweier bekannter Persönlichkeiten. So haben sich Fussball-Nati-Trainer Othmar Hitzfeld und Alt-Bundesrat Adolf Ogi bereit erklärt, die von Cevi Schweiz, mission 21 sowie DM-échange et mission lancierte Aktion zu unterstützen. Mit ihrem Projekt möchten die drei Organisationen dazu beitragen, dass die Südafrikanerinnen und Südafrikaner nach Abschluss der Weltmeisterschaften mit all ihren Herausforderungen und Problemen nicht wieder in Vergessenheit geraten.
Sammeln für soziale Projekte
«Die Kampagne ist eine gute Sache», findet auch Ursina Meier von der Cevi Jungschar Bolligen. Man habe sich deshalb entschlossen, heuer – anstelle der üblichen Werbeaktion in eigener Sache – einen Anlass im Rahmen von «Anstoss zum Ausgleich» auf die Beine zu stellen. Dabei werde der Bevölkerung am kommenden Samstag von 12.00 bis 16.00 Uhr ein attraktives Unterhaltungsprogramm geboten mit dem grossen «Töggeli-Turnier» als eigentlichem Highlight. Gleichzeitig sammle man möglichst viele Spendengelder zugunsten zweier sozialer Projekte in Südafrika.
Mit Rudolf Burger
Als Mitglied des Cejubo-Leitungsteams freut sich Ursina Meier besonders darüber, dass mit Rudolf Burger Bolligens Gemeindepräsident als Patron gewonnen werden konnte. Als immer noch aktiver Spieler (beim FC Bolligen) und Schiedsrichter sei er seit jeher mit dem Fussball verbunden, begründet Burger sein Engagement, «ausserdem ist es immer gut, wenn junge Leute etwas Sinnvolles unternehmen».
Menschen statt Figuren
Mit dem Dorfmärit wurde ein idealer Austragungsort für das «Töggeli-Turnier» wie auch für die verschiedenen Info-Stände, den Food-Corner sowie den Bastel- und Malstand gefunden. «Unser Angebot richtet sich an Jung und Alt», erklärt Ursina Meier. Für besonderen Spass sorgt bestimmt der «Riesen-Töggeli-Kasten». Und so funktioniert er: Innerhalb eines mit Streethockey-Banden abgegrenzten Feldes kämpfen zwei Teams – gleich angeordnet wie bei einem normalen Tischfussballspiel – um den Sieg. Allerding mit einem grossen Unterschied: Beim grossen «Töggeli-Kasten» sind Menschen und nicht Figuren am Werk. Gecoacht werden die aus Besuchern bestehenden, variablen Teams von einem Trainer.
Tippen für einen guten Zweck
Mit ihrem Anlass versuchen die Bolliger Jungschärler, zwei Fliegen mit einem Schlag zu «tätschen». Das heisst: Sie möchten die Leute mit ihrem Programm unterhalten und gleichzeitig Geld einnehmen. Für einen guten Zweck, selbstverständlich. Um dieses Ziel zu erreichen, sind sie auf den Goodwill der Besucherinnen und Besucher angewiesen. Diese können auf eine der Töggeli-Mannschaften setzen, indem sie ein Los für einen Fünfliber (oder mehr…) kaufen. Wer richtig getippt hat, kann sein Los gegen eine Kleinigkeit eintauschen.
Hitzfeld und Ogi
«Jeder kann einen Teil dazu beitragen, dass die Menschen in Afrika auch nach der Fussball-WM zu den Gewinnern zählen.» Davon ist Othmar Hitzfeld, Trainer der Nationalmannschaft, überzeugt. Deshalb will er als Patronatsträger die Benefizkampagne «Anstoss zum Ausgleich» unterstützen. Auch Alt-Bundesrat Adolf Ogi steht hinter dem Projekt. Als ehemaliger UNO-Sonderbeauftragter kennt er die Probleme in Afrika und meint: «Im Kampf gegen die Bedrohung der Menschheit durch Armut und Krieg müssen wir die positive Kraft des Sports einsetzen, um eine bessere Welt zu schaffen.»
Fussballschuhe für Liberia
Anlässlich der WM 2010 sammelt die Organisation «cooperaxion» wieder Fussballschuhe für die U13 – U26 SpielerInnen ihres Projektes «Kick for Your Future!». Dieses ermöglicht 300 Jugendlichen aus drei Slums Monrovias (Hauptstadt von Liberia) neue Perspektiven. Zum Spenden aufgerufen sind Einzelpersonen und Vereine. Wegen des schlechten Terrains gehen die Fussballschuhe schnell kaputt und müssen häufig ersetzt werden. «cooperaxion» holt die Schuhe bei den Sammelstellen ab und organisiert den Transport nach Westafrika. Im Rahmen der Kampagne des «Benefiz-Töggeli-Turniers» in Bolligen werden deshalb am 5. Juni – zugunsten von «Kick for Your Future!» – ebenfalls gut erhaltene Fussballschuhe ab Grösse 38 gesammelt.